Ähnlichkeit auffällig

Fronseite des LUMIN Netzwerkplayers

Da stöbert man – eigentlich auf der Suche nach hoch aufgelöster Musik – durch’s Internet und findet ein neues Gerät eines mir bis dato unbekannten fernöstlichen Herstellers, den LUMIN ‚Audiophile Network Music Player‘. Erinnert das Gerät in seiner schnörkellosen Machart irgendwie an die LINN Klimax-Serie? Erinnert das Display – kreisförmige Lautstärke-Darstellung – nicht ein wenig an die Kinsky-App von Linn? Es kommen im LUMIN die Wolfson WM8741 DAC Chips zum Einsatz. Exakt eben jene, die z.B. auch in den Linn Akurate DS zum Einsatz kommen.

Bei genauerer Betrachtung gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. So spielt der knapp 5.000 EUR teure LUMIN auch DSD-Files – nativ, also ohne erzwungene Konversion auf PCM. Zudem verfügt der LUMIN neben einem BNC (SPDIF) auch über einen HDMI-Ausgang, um digitale Audiosignale an die Umwelt weiterzugeben.

Interessant ist auch der Hinweis, dass im LUMIN Ausgangübertrager von Lundahl zum Einsatz kommen. Das erinnert zunächst an das sog. das „G-DAC“-Upgrade von Herrn Dr. Volk, der sich vor allem den LINN Akurate DS als Basis für seine aufwändigen Aufrüstungen vorgenommen hat. Hier kommen die im Vergleich zu den Lundahls nochmals überlegenen Sowter-Übertrager zum Einsatz – allerdings direkt hinter dem DAC und nicht wie beim LUMIN zum Symmetrieren des Ausgangssignals. In einem meiner ersten Beiträge in diesem Blog berichtete ich kurz über die Aufrüstoption für die Linn-Familie. Der Klang des maximal aufgerüsteten Linn Akurate ist wirklich meilenweit vom Urgerät entfernt, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Mehr Informationen zum Umbau der Linn-Geräte durch Herrn Dr. Volk finden sich hier.

Der LUMIN wurde bei 6moons im März besprochen, mit dem sog. „Lunar Eclipse Award“ geadelt und als neue Digitalreferenz gehandelt. Die Besprechung findet sich hier. Ganz nebenbei kommen die Meriten von echtem DSD (im Vergleich zu PCM) zur Sprache – zur Lektüre empfohlen.

Es bleibt spannend!

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