Lautsprecher-Aufstellung. Oder das magische Dreieck

Wählen Sie den Abstand zwischen den Lautsprechern so, dass die Räumlichkeit natürlich und nicht komprimiert erscheint. Achten Sie darauf, dass kein „Loch“ in der Mitte des Spektrums entsteht. Wenn d die Distanz zwischen den beiden Lautsprechern ist und D der Abstand zwischen dem Hörbereich und der Draufsicht der beiden Lautsprecher, sollten Sie sicherstellen, dass die Relation D = 1,5 d beträgt (vgl. Abb. oben). Die beiden Lautsprecher sollten den selben Abstand vom Hörer haben, so dass die beiden Lautsprecher und der Hörer ein gleichschenkliges Dreieck bilden.
Stellen Sie sicher, dass sich keine Gegenstände (z.B. Möbel) zwischen den Lautsprechern und Ihnen befinden. Das Ergebnis einer selbst teilweisen Verdeckung wäre eine umfassende Störung der Musikreproduktion, da die Wiedergabe von hohen und in der Regel auch mittleren Frequenzen hierdurch beeinträchtigt würde. Tische o.ä. vor dem Hörplatz führen oftmals zu unerwünschten Reflexionen.
Ermitteln Sie den richtigen Abstand zur (Rück-)wand, so dass die Bässe weder zu schwach noch überbetont sind. Der Mindestabstand sollte bei den meisten Lautsprechern etwa knapp einen Meter betragen (Faustregel).
Versuchen Sie, durch das Einwinkeln der Lautsprecher, d.h. durch ein Eindrehen auf die Hörposition den Fokus der Wiedergabe und die Größenabbildung zu verbessern. Doch Vorsicht: Bei einigen Lautsprechern nehmen die hörbaren Verzerrungen zu, wenn die Lautsprecher eingewinkelt werden. Hier gilt es, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen exakter Ortungsschärfe und Raumabbildung zu erreichen. Einige Lautsprecher-Hersteller sprechen Empfehlungen zur Aufstellung aus. Beachten Sie diese für die Aufstellung!
Verwenden Sie erst nachdem die optimale Position gefunden wurde, Spikes oder Vergleichbares.

Diese sorgen nicht nur für eine harte Ankopplung – nicht Abkopplung! – von Box oder Boxenständer an den Untergrund, sondern auch für einen stabilen und waagerechten Stand. Die waagerechte Ausrichtung gilt prinzipiell für alle Komponenten einer Anlage, aber in besonderem Maße für den Plattenspieler und das CD-Laufwerk. Gute Spikes bieten die Möglichkeit, Niveauunterschiede des Bodens über ein Gewinde auszugleichen. Über die Spikes werden Gehäuseresonanzen abgeführt und somit weitestgehend eliminiert. Wenn möglich sollten sich unter Box und Ständer jeweils nur drei Spikes befinden, um die Kontaktfläche weiter zu verringern.

Hierfür haben sich die – leider sehr teuren – Ceraballs oder Cerabases oder die SSC-Pucks von Dirk Blotevogel (Vertrieb: High-End-Blotevogel, Tel. 0571/26060) bewährt. Zudem gibt es so genannte Antispikes™, die den Lautsprecher definiert an den Untergrund ankoppeln.
Gute Ergebnisse auf schwimmend verlegtem Laminat habe ich mit 40 mm Granitplatten unter den Lautsprechern in Kombination mit Wollfilz gemacht.
Die tatsächliche Wirkung vor dem Kauf nach Möglichkeit ausprobieren!

Zu dem Thema Lautsprecher-Aufstellung gäbe es noch viel zu sagen. Als Vertiefung sehr zu empfehlen ist die Aufstellungsmethode von Wilson Audio (Wilson Audio set-up Procedure, kurz WASP). Zu finden unter TNT-Audio (einer umfassenden, leider aber nur englischsprachigen Website von Hifi-Enthusiasten).

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